Noch einmal zum letzten Post, den ich vorgestern veröffentlicht habe! Als ich meinen Freund erwähnte, und dabei ansprach, dass ich will, dass er für mich arbeitet, während es sich dabei um ganz alltägliche Dinge handelte, die sowieso zu seinen Aufgaben gehören, habe ich unglücklich formuliert. Der Klinsch lief nur darauf hinaus, dass ich ihn einige Tage zuvor vor ein Ultimatum gestellt habe! Ich wollte, dass er arbeiten geht und sich bis zum Ende diesen Jahres darum gekümmert haben muss. Oder ich ziehe für immer aus! Weil ich es nicht tragen kann, dass es weiterhin so “unfair” in meinen Augen bleibt. Er schwitzte Schweiß und Wasser, weil ihm diese Aussicht überhaupt nicht behagt! Schließlich hat er seinene Gründe, warum er sich bis zum heutigen Tag damit so schwer tut, selbst Geld zu verdienen!
An jenem Tag, als ich auch in diesem Post davon schrieb, dass ich will, dass er für mich arbeitet, hatten wir am Morgen einen Streit! Ich bin an diesem Morgen aufgewacht und mir fiel auf, dass Sebastian nicht nur drei Tage grummelig war, weil er sich um seine umliebsamsten Gedanken kümmern musste, sich nämlich einen Job zu suchen. Sondern dass er seit Tagen, nein, schon seit Monaten seine wirklichen Aufgaben hat hängen lassen. Haushalt, Kaninchen (wir haben drei), Kochen usw. Den Kaninchen geht es ja gut. Aber seit Wochen müssen ihre Krallen geschnitten werden, was auf drei Hasen 54 Schnitte bedeudet. Sie müssen alle einzeln hoch genommen werden, dann zittern ihre Pfötchen und sie wenden und kringeln sich vor Aufregung, bis jedes Krallerchen einmal abgezwackt wurde. Also eine sehr fitzlige Angelegenheit das Ganze. Vor allem das Aufkehren danach, weil auf dem Fußboden 54 kleine Krallern, die wild im Zimmer herum gesprungen sind, aufgespürt werden müssen!
Sebastian hat seit Monaten auch im Haushalt kaum noch etwas gemacht. Und das hat mich in Wirklichkeit aufgeregt. Kein Wunder, dass er sich dann eben hätte einen Job suchen sollen, und er dann das Geld verdient!
Ich habe mich einfach ungerecht behandelt gefühlt. Was ja auch stimmte! An jedem Morgen sagte ich zu ihm, dass “er eben für mich arbeiten soll!” Also seine Aufagben “hier” zu Hause erledigen muss! Da, wo ich ihn brauche!
Seitdem geht es ihm besser! Und er macht mehr denn je, was er im Augenblick wohl lieber mag! Hausarbeit! Mein Freund liebt das Leben der Frauen! Zumindest wählt er eines als solches, ohne dabei die Frauen an den Herd drängen zu wollen, wenn ich das so verallgemeinere!
Aber nun bin ich seit Jahren der “Mann im Haus”. Und er meine weibliche, bessere Hälfte!
Ein wenig androgyn ist das schon! Auf beiden Seiten.